Da merkt man erstmal, wie wegweisend BLAIR WITCH wirklich war, wenn noch Jahre später Nachahmer die wackelige subjektive Kameraführung für sich entdecken und effektiv einsetzen. Da wird das Kino zur Geisterbahn, so sehr steckt man mittendrin im schrecklichen Geschehen. Und selbst die Hexenpseudodoku, obwohl eben das große Vorbild und Original, ging nicht dermaßen an die Nieren wie dieser spanische Höllentrip, der in seinen letzten 15 Minuten zum Stoff wird, aus dem die Alpträume sind. Auch wenn die Hausbewohner ziemlich klischeehaft dargestellt werden und die Handlung sich ungeniert bei sämtlichen Zombie-, Dämonen- oder Infiziertenschockern von TANZ DER TEUFEL bis 28 DAYS LATER bedient, so stellen sich angesichts der ungeheuren Wirkung der Bilder berechtigterweise folgende Fragen: Ist die First Person Perspektive die Zukunft des Horrors? Und können herkömmlich gedrehte Filme da noch mithalten?